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Donnerstag, 3. Juli 2008

Verfälschte Sprache funktioniert wie Falschgeld

Oft machen wir uns keine Gedanken darüber, was für Worte wir in unserem Sprachgebrauch benutzen. Hören Sie das Beispiel von Vera Birkenbihl zum Thema: "Welcher Zusammenhang besteht zwischen Denken und Sprechen?

Freitag, 27. Juni 2008

Mittwoch, 18. Juni 2008

Manipulation der Sprache

Kommerziell – nicht kommerziell
Konservativ - Progressiv - Demokratisch -
Radikal - Reaktionär -
Patriot - Nationalist

Es ist hinreichend bekannt, dass ein gelenktes Vokabular von entscheidender Bedeutung für die Politik und Wirtschaft ist, wie eine gelenkte Währung (Geld). Es ist auch wahrscheinlich, dass die Verfälschung der Sprache, die für eine erfolgreiche politische oder wirtschaftliche Tätigkeit notwendig ist, eine vielschichtigere Unmoral begnstigt, die aus der Quelle des schlechten Einflusses oder der Korruption entspringt.

So wird Begriffen wie "konservativ", "progressiv", "kommerziell", "radikal" und "reaktionär" genau die Bedeutung zugesprochen, die sie aufgrund irgendeines momentanen unsauberen Prozesses haben sollen, weil sie dem gelenkten politischen oder wirtschaftlichen Vokabular entspringen.

Sollten wir solchen betrügerischen Ausdrücken, welche raffiniert täuschen, nicht misstrauen und alles daran setzen, solche Begriffe zu entlarven, damit wir unsere Köpfe frei von den leeren Phrasen machen können?
Die absichtlich verfälschte Sprache wird zu einer gewollten Täuschung und funktioniert wie Falschgeld.

Wenn wir hören, dass Menschen oder eine Politik konservativ, radikal, progressiv, demokratisch, kommerziell oder was auch immer seien, sagt uns dieser Begriff eigentlich nichts, denn 10 zu 1 wird der Begriff unwissentlich angewendet oder mit der Absicht zu täuschen; und deshalb kann man den eigenen Kopf frei machen und entlasten, indem man ihn nicht beachtet. Es ist ein bekanntes Merkmal bei Kindern, dass sie den Namen von Dingen übermässig Beachtung schenken. Indem man sich weigert, durch schlichte nominale Begriffe gefangen gehalten zu werden, kommt man dem Zustand der eigenen Reife (des Erwachsenseins) etwas näher. Dadurch (mit Widerstand und Disziplin) trägt man darüber hinaus dazu bei, die Zivilisation zur Reife und Moralität zu verhelfen.

Wir hören heute nach den Anschlägen des 11. Septembers viel über den neuen amerikanischen Patriotismus oder den neuen Nationalismus. Was ist beispielsweise die aktuelle Bedeutung von "Patriot" oder "Patriotismus"? Wie können wir ehrlich und vernünftig das Durcheinander der "geschwollenen Diktion" und des multimedialen "Wahrnehmungsmanagements" betrachten und uns dagegen zur Wehr setzen? Beide werden intensiv und fieberhaft verbreitet, um unseren jetzt unverkennbar in die Länge gezogenen, wenn nicht unendlichen "globalen Krieg gegen den Terrorismus" zu unterstützen. Aber welches sind nun unsere besonderen Kriegs- und Friedensziele? Was sind die spezifischen Ziele und die messbaren verordneten Mittel, um diese Ziele zu erreichen? Wird da in den Bürgern nicht übermässig unerfüllbare Erwartungen hervorgerufen, die auch noch fieberhaft geschürt werden? Dieser fragwürdige politische Missbrauch der Sprache und auch der vage, aber fiebrige Ansatz der langfristigen Strategie Amerikas sabotiert sich selbst und ist längerfristig sicher nicht aufrecht zu erhalten.
Es wird nie eine einfache Aufgabe sein, die verführerische Verfälschung der Sprache zu bekämpfen, um besonders ihre insgesamt vorhersehbaren langfristigen öffentlichen und privaten Konsequenzen zu durchkreuzen. Zu diesen Konsequenzen zählen die sich selbst sabotierende Verfälschung der Wirklichkeit und der tiefen Wahrheit der Dinge, eine sich vertiefende Verzerrung, die auf gründliche und durchdringende Weise für uns zerstörerisch sein wird, und nicht nur in Bezug auf unseren Selbstrespekt, unsere Ehre und unsere Integrität. Unsere Versuche, diese verfälschten Ausdrucksweisen aufzuklären, werden auf jeden Fall Wut und Bitterkeit hervorrufen und sogar die Anschuldigung von unseren ernsthaften (aber oft fehlgeleiteten) Mitbürgern, dass wir unpatriotisch und unloyal, ja sogar staatsgefährdend seien. Es wird viel moralischen und intellektuellen – und physischen – Mut brauchen, diesen Einschüchterungen, Gegenbeschuldigungen und feindlichen Aktionen gegen uns zu wiederstehen – als ob wir staatsgefährdende Elemente wären.

Moderne Sklaverei
Der moderne, zunehmend zentralisierte weltliche Staat regiert seine "Untertanen" immer mehr durch Einschüchterung und seine erdrückenden "kleinlichen Vorschriften". Es gibt jedoch viele nachdenkliche und aufrichtige Bürger, die sich allen Ernstes nicht, oder noch nicht, vorstellen können, dass der moderne, überzentralisierte, konsolidierte Staat in Wirklichkeit auf Eroberung und Plünderung beruht. Der Staat wird doch zunehmend zu einem legalisierten Terrorist, oder anders ausgedrückt, ein einschüchterndes "Angstregime“. Vielleicht können sich diese nachdenklichen, aufrechten Bürger bisher sogar auch nicht vorstellen, dass die ungerechten Aneignungen des Staates sogar zunehmen, das menschliche Gemüt ebenfalls immer stärker erdrücken und seine individuelle moralische Verantwortung schwächen. Der Beweis für unsere allgemeine Demoralisierung nimmt zu, sogar – oder besonders - unter der führenden Intelligenz. Das ist deutlich zu sehen, wenn man ihre zunehmende mutlose Abstumpfung, ihre Verdummung und daraus folgend ihre wachsende Passivität und Lähmung sieht und ihre Kriecherei vor der neuesten intellektuellen Mode.

Und nun?

Es liegt eine tiefere und wahre Bedeutung in der zugegebenermassen sehr gefährlichen Behauptung: "Organisiertes Verbrechen ist geschütztes Verbrechen".Solch ein Verbrechen, wie etwa der sehr lukrative Drogenhandel, ist sicher oft geschützt durch Politik- und Finanzeliten, in den USA wie auch in Übersee. Es scheint, dass diese immer unberechenbaren und schwer zu fassen sind bei ihren "Geldwäscheaktionen" und "Steuerhinterziehungen". In dieser Weise geschützte "Hinterziehungsgeschäfte" findet man sicher nicht nur "drüben", weit weg in der "Fremde", mit ihren historisch, fremdartigen Oligarchien, ihren Traditionen von Staatskunst und strategischem Denken und ihren tyrannischen Kulturen!

Missbrauch der Sprache führt zu Missbrauch der Macht
Ein weiser Rat wäre: "Untersuche und verfolge die Sprache!" Noch deutlicher kämen dabei menschliche Zwecke, bittere Täuschungen und Selbsttäuschungen zutage. Es zeigt unsere dunkleren Seiten, andere zu täuschen und zu manipulieren, besonders uns selbst, um unseren Stolz, unsere Sinnlichkeit und unsere Selbstsucht zu befriedigen. Wie wir nur allzu gut wissen, wird Sprache oft eingesetzt, um die Realität zu verbergen, ebenso wie sie aufzudecken. Der Missbrauch der Sprache führt ohne Zweifel zu einem Missbrauch der Macht und führt letztlich immer zu einem inneren Konflikt.

Dienstag, 17. Juni 2008

Meetings als Zeitverschwendung

Der bösartige Spruch hängt bereits in vielen Sitzungszimmern:


Sind Sie einsam?
Arbeiten Sie allein?
Treffen Sie ungern Entscheidungen?
Dann machen Sie doch eine Sitzung!
Sie können dann sehen, wie andere Leute in Ruhe schlafen, Entscheidungen verschieben, sich wichtig fühlen, ihre Kollegen beeindrucken oder langweilen. und all dies während der Arbeitszeit. Sitzungen sind die praktischste Alternative zur Arbeit.
Trotz dieser humorvollen Erkenntnis werden weiterhin unnötige Sitzungen zelebriert und leider selten optimiert. Das Handelsblatt hat den Ressourcenkiller Sitzung genauer unter die Lupe genommen und festgestellt:

In Deutschland wurden 2005 in den Unternehmen pro Mitarbeiter 32.5 Arbeitstage pro Jahr verschwendet. (Quelle: Poudfoot Consulting, Report [PDF]. Weltweit ist der Schnitt bei 38 Tagen.

Ursachen der Zeitverschwendung

  1. In erster Linie ist die schlechte Organisation schuld. Oft finden die Führungskräfte zu wenig Zeit, in den Betrieb zu gehen und sich die Organisation vor Ort anzusehen.
  2. Schlechte Kommunikation ist kaum verantwortlich für verschwendete Arbeitszeit. Es liegt vielmehr an der ineffizienten Kommunikation. Viele Vorgesetzte wollen nur noch Lösungen haben und wollen nicht mehr um Rat gefragt werden oder sich beraten lassen. Dadurch bleibt das Know-how der Mitarbeiter ungenutzt.
  3. Gewohnheiten von alten Patriarchen wie Heinrich von Pierer von Siemens die sich mittags noch in der Kantine unters Volk gemischt haben und auf diesem Wege vieles erfuhren, sterben aus. Chefs von heute verwechseln Mails mit Kommunikation! Diese Mails sind keine echten Dialoge.
  4. Der grösste Ressourcenkiller ist die Sitzung. Es werden Informationen ausgetauscht, die keinem weiter helfen oder die schon bekannt sind. Oder es sind die falschen Leute anwesend. Sitzungen sind oft schlecht vorbereitet und enden ohne Ergebnisse.
  5. Die Zahl der Manager hat zugenommen. Dies führt zu einem Zuviel an Verwaltung und damit zwangsläufig zu einer Berichtsflut.
  6. Vorgesetzte verstecken sich gerne hinter Statistiken oder abgepackten Powerpoint Präsentationen.
  7. Die Informationsverbreitung könnte vereinfacht werden: Beispielsweise - indem auf einer Tafel die Stillstände bei der Produktion veröffentlicht werden. Hiezu bedarf es keines Computers. Die Tafel müsste immer am selben Ort platziert sein.

Text http://www.rhetorik.ch/.

Samstag, 16. Februar 2008

Schlagfertigkeit kann man lernen

Schlagfertigkeit, das schnelle Reagieren auf ungewohnte Situationen ist eine Kunst, die gelernt werden kann und bei der es gilt, Blockaden schnell zu überwinden.

Schlagfertig setz voraus:

  • Die Freude am Gedankenspiel.
  • Schnelles Denkvermögen.
  • Humor. Ringelnatz sagte: "Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt."
  • Liebe zum Spiel mit Worten (siehe Wortwörtlich nehmen).
  • Konzentrationsfähigkeit
  • aktives Zuhören
  • Wahrnehmungsfähigkeit
  • Beobachtungsfähigkeit
  • Wissen
  • Sprachkompetenz
  • logisches Denken
  • Fähigkeit, von der Gegenseite her zu denken
  • laterales Denken
  • Phantasie
  • Takt
  • Lockerheit
  • assoziatives Denken mit gedanklichen "Geistesblitzen"

Improvisationstalent Schlagfertigkeit kann in der Praxis helfen:

  • nicht Opfer unfairer Angriffe zu werden,
  • uns selbstbewusster durchzusetzen,
  • peinliche Situationen zu meistern,
  • uns souverän zu behaupten. Noch etwas Allgemeines über Schlagfertigkeit:
  • Schlagfertigkeit ist immer situationsabhängig.
  • Schlagfertigkeit ist eine Sache des Kopfes, nicht des Kehlkopfes.

Dienstag, 8. Mai 2007

Provokation - was tun?

Wenn jemand versucht, sie rhetorisch auszubremsen, gibt es konkrete Möglichkeiten, sich durchzusetzen.

Bei den zahlreichen Strategien, den Gesprächspartner bewusst zu irritieren und mit einem unverhofften "Spielchen" auszutricksen, müssen wir in erster Linie dieses Spiel erkennen und dieses Tun so rasch wie möglich stoppen.

Schlagfertikeitstraining will in erster Linie heissen:
Die Wahrnehmung schulen, aber auch Freude entwickeln am dialektischen Spiel.

Bekanntlich heisst es:
Schlagfertigkeit ist weniger eine Sache des Kehlkopfes als eine Sache des Kopfes. Hören und Denken ist wichtiger als das Reden.

In der Regel kontern die meisten Menschen Irritationen mit Rechtfertigungen und werten das inszenierte Spiel als persönlichen Angriff. Wer irritiert wird, reagiert normalerweise verunsichert, verlegen oder braust auf.

Wenn beispielsweise die Kompetenz Ihrer Person in Frage gestellt wird (übrigens ein beliebtes Spiel, um einen Partner in die Ecke zu stellen), ist das erwähnte Rechtfertigen grundfalsch. Die eigene Kompetenz müssen wir nicht beweisen. Es gilt auch bei diesem Irritationsversuch, die Absicht des Spieles - nämlich die Verunsicherung des Gegenübers - sofort zu erkennen und schnell zu kontern. Eine denkbare Antwort wäre:

"Gerne erzähle ich Ihnen, warum ich in meinem Fachbereich kompetent bin und Erfolg habe. Was genau wollen Sie wissen?

Diese Frage zeigt auch eine Technik, die wir verlernt haben: die Fragetechnik. Das "Fragen statt sagen" muss neu erworben werden, weil uns bereits in der Schule oder im Elternhaus die Fragekultur gründlich ausgetrieben worden ist. "Passe besser auf, statt zu fragen!" oder "Frage nicht so blöd!" sind einige der Sätze, die uns jahrelang beeinflusst und damit auch geprägt haben.

Weitere Infos unter: http://www.rhetorik.ch/